Ich bleibe beim SIR-Labor.
Labor Nr. 1: Das SIR-Labor
Das SIR-Labor bietet eine offene Arbeitsumgebung für die Untersuchung von Modellen und Parametern sowie für die Analyse komplexer Datenzusammenhänge. Die Benutzeroberfläche ist bewusst kompakt gestaltet, um eine konzentrierte Betrachtung der wesentlichen Mechanismen zu ermöglichen. Zusätzliche Funktionen und tiefergehende Logiken lassen sich jederzeit situativ in den Prozess integrieren, sobald die Fragestellung eine höhere Detailtiefe erfordert.
Die Eckpunkte Ihrer Arbeit
- Direkter Einstieg: Die Arbeit erfolgt unmittelbar an Modellen und Auswertungen. Der Fokus liegt vom ersten Moment an auf der praktischen Anwendung der Instrumente.
- Modulare Komplexität: Die Umgebung passt sich Ihren Bedürfnissen an. Sie entscheiden selbst, wann zusätzliche Analyseebenen für Ihre Untersuchung relevant werden.
- Individueller Fokus: Die Benutzeroberfläche lässt sich flexibel reduzieren. So entsteht der notwendige Raum für eine ungestörte Auswertung der Ergebnisse.
Nics Rolle: Er unterstützt in diesem Prozess beim Strukturieren der Beobachtungen. Sein Fokus liegt darauf, gemeinsam mit den Teilnehmenden den nächsten sinnvollen Analyseschritt zu identifizieren und die gewonnenen Daten in einen klaren Kontext zu setzen.
Doppelkonsole
Workspace zuerst, Tiefenlogik auf Abruf.
Preset-Wechsel
Modell wechseln?
Dieses Preset gehört zu einem anderen Modell. Möchtest du das Modell wechseln und das Preset laden?
Workspace
Simulation. Analyse. Parameter.
Simulation
20.9 d
0.0 d
Simulation Varianten
0.0 d
Kompartimente & Live KPIs
Zeit
20,9 d
Index 2088
S(t)
0,2 %
≈ 2,25
E(t)
21,5 %
≈ 310,65
I(t)
48,6 %
≈ 702,48
R(t)
29,7 %
≈ 429,63
Rₑff(t)
0,034
beta_eff 1,5472 d^-1
Zeit
0.0 d
Peak I gesamt
Rₑff gesamt
0.000
effektiv
S
0.0 %
empfänglich
E gesamt
0.0 %
exponiert
I gesamt
0.0 %
aktiv infektiös
R gesamt
0.0 %
genesen
V
0.0 %
geimpft
D kumuliert
0.0 %
verstorben
State Visuals
GridWave
Crisp
Dichte
Dots
Kern-Gleichung
Parameter
Lernhebel
Modellkern
Simulation
Basis & Variante 1
Variante 2
Variante 3
Impfschutz & Waning
Kreuzschutz
Parameter (Formeln)
Key KPIs
Herdenschutz-Schwelle
95,4 %
Verdopplungszeit T2
1,8 d
Rₑff(0)
21,535
Attack Rate
100,0 %
≈ 1.445,00
R₀
21,670
beta [1/d]
1,5472 d^-1
gamma [1/d]
0,0714 d^-1
sigma [1/d]
0,1613 d^-1
D [d]
14,0 d
L [d]
6,2 d
Population
1.445,00
Indexfälle E0
0
Indexfälle I0
9
Dauer T [d]
62,0 d
dt [d]
0,010
I-Peak
48,6 %
≈ 702,48
t(I-Peak)
20,9 d
E-Peak
44,9 %
≈ 648,85
t(E-Peak)
14,1 d
Variante 1
0.0 %
Infektiös
Variante 2
0.0 %
Seed & Welle 2
Variante 3
0.0 %
Seed & Welle 3
Peak I1
0.0 %
Tag 0.0
Peak I2
0.0 %
Tag 0.0
Peak I3
0.0 %
Tag 0.0
Mindestens eine KPI-Gruppe muss aktiv bleiben.
Coach Explainer
Nic hält den Arbeitsraum bewusst knapp
Das große Labor versucht nicht, jede Bedienlogik permanent sichtbar zu machen. Die Grundfläche gehört zuerst der eigentlichen Arbeit mit Modellen, Parametern und Analyse.
Nic zieht nur das hervor, was du gerade wirklich brauchst. Alles andere bleibt bewusst im Hintergrund, damit die Arbeitsfläche lesbar bleibt.
Das Labor ist kein Dashboard für alles zugleich, sondern ein Arbeitsraum mit bewusst knapper Grundseite.
- Links wird Raum, Layout und Rückholen gesteuert.
- Rechts werden Modelle, Prämissen und später Presets geordnet.
- Coaches ziehen Zusatzlogik erst dann hervor, wenn sie für den nächsten Schritt wirklich hilft.
- Fokusmodus spart vertikalen Raum, sobald du eher arbeitest als orientierst.
Coach Explainer
Euler, RK2 und RK4 sind drei Lesarten derselben Modelllogik
Nic setzt die Solver nicht als Fachornament, sondern als Arbeitsentscheidung: grob und direkt, mittig austariert oder numerisch ruhiger bei derselben Struktur.
Nic ordnet die drei Verfahren als Bedienentscheidung im Labor und nicht als akademischen Selbstzweck.
- Euler bleibt nah am sichtbaren Einzelschritt und ist didaktisch oft am direktesten.
- RK2 ist der Mittelweg, wenn du weniger grob rechnen willst, aber die Dynamik noch klar lesbar halten moechtest.
- RK4 läuft numerisch ruhiger und ist oft die stabilste Wahl für feinere Verläufe.
Die Modellannahmen bleiben gleich. Du wechselst hier nicht die Theorie, sondern das Rechenwerk, das dieselben Übergänge integriert.
Coach Explainer
Reset bedeutet hier Ordnung, nicht blinden Neustart
Im Labor greifen Layout, Parameter und ausgeblendete Widgets bewusst unterschiedlich ein. So kannst du Arbeitswege testen, ohne jedes Mal den ganzen Raum zu verlieren.
Nic unterscheidet hier zwischen drei Arten von Rückkehr:
- Layout reset ordnet die Flächen neu, ohne die zugrunde liegenden Modellannahmen automatisch mit umzuschreiben.
- Parameter reset setzt die Regler des aktiven Modus auf eine vertraute Ausgangslage zurück.
- Ausgeblendete Widgets kommen über das Dock wieder herein, ohne dass der restliche Raum dabei umfällt.
Die Idee ist nicht: alles löschen. Die Idee ist: schnell wieder in eine lesbare Arbeitslage kommen.
Coach Explainer
Andreas trennt Modellwahl und Modellbehauptung
Die Entscheidung für SIR, SEIR, SIS, SIRD, SIRV oder SEIRDV3 ist noch keine fertige Aussage über Wirklichkeit, sondern zunächst eine Setzung von Struktur und Grenzen.
Andreas liest Modelle zuerst als Lesarten und nicht als automatische Wahrheiten.
- SIR verdichtet auf direkte Übergänge ohne Expositionsphase.
- SEIR führt eine Latenz ein, wenn frühe Vorlaufdynamik wichtig wird.
- SIS eignet sich für Kontexte ohne dauerhafte Immunität.
- SIRD macht Mortalität als eigenen Ausgang sichtbar.
- SIRV fügt Impfung als expliziten Pfad hinzu.
- SEIRDV3 erweitert auf Varianten, Waning, Kreuzschutz und zeitversetzte Seeds.
Das Modell bestimmt bereits, welche Unterschiede überhaupt sichtbar werden können und welche nicht.
Coach Explainer
Prämissen lesen, bevor du Resultate deutest
Kurven und KPIs wirken schnell plausibel. Wissenschaftlich relevant wird aber erst, welche Vereinfachungen, Begriffe und Übergangslogiken diese Formen vorab schon erzeugen.
Andreas hilft dabei, vor der Interpretation einen Schritt zurückzutreten.
- Ein Modell zeigt nicht die Krankheit an sich, sondern einen Satz von Annahmen über Zustände und Übergänge.
- Kurven sollten nur dann direkt verglichen werden, wenn auch die Lesart vergleichbar bleibt.
- Eine sichtbare Dynamik ist nicht automatisch schon eine belastbare Aussage über Wirklichkeit.
Gerade offene Laborräume gewinnen an Wert, wenn Beobachtung und Interpretation nicht ineinander rutschen.
Coach Explainer
Nic liest State Visuals über den aktiven Modus
Der Coach folgt direkt dem aktiven Modus im Widget. So liest du nicht erst irgendeinen Blindtext, sondern genau die Lesart, die gerade in State Visuals sichtbar ist.
Aktiver Widget-Kontext
Momentum
Ansicht 1: Momentum
Momentum liest den aktuellen Zustand als Verteilung mit Richtung und Dominanz.
Diese Ansicht hilft, wenn du schnell sehen willst, welcher Zustand gerade Druck aufbaut oder fast verschwindet. Sie ist stark für Orientierung und Momentaufnahme, nicht für lange Ursachenketten.
Wenn du wissen willst, warum ein Zustand so geworden ist, gehst du danach eher zur Simulation oder in die Kern-Gleichung.
Flows
Ansicht 2: Flows
Flows macht die Übergänge zwischen Zuständen lesbarer als den Zustand selbst.
Der Modus ist gut, wenn du eher auf Stroeme, Übertritte und Austausch schaust. Er ist damit näher an Dynamik als an statischer Verteilung.
Flows beantwortet eher die Frage „Wohin geht es gerade?“ als „Wie groß ist ein Zustand insgesamt?“.
Delta
Ansicht 3: Delta
Delta betont Veränderung und Differenz und macht kleine Kippmomente sichtbarer.
Wenn Werte nur leicht auseinanderlaufen oder fast kippen, ist Delta oft die lesbarere Ansicht. Der Modus hilft vor allem bei feinen Unterschieden im aktuellen Zeitpunkt.
Delta ist besonders wertvoll, wenn eine Welle nicht nur groß, sondern gerade im Umschlag interessant wird.
Wheel
Ansicht 4: Wheel
Wheel verdichtet den Zustand zu einer radialen Lesefläche mit Dominanz und Balance.
Der Radialmodus ist stark, wenn du Verhältnisse und Gesamtbalance sehen willst. Er ist weniger prozesstreu, dafür oft schneller im Gesamtbild.
Wheel eignet sich besonders für einen kompakten Gesamtblick, bevor du wieder in Kurven oder Zahlen zurückgehst.
Coach Explainer
Nic liest GridWave über den aktiven Bildmodus
Auch hier öffnet der Coach im gerade aktiven Modus. Dadurch bleibt die Erklärung direkt an die aktuelle Bildsprache des Widgets gekoppelt.
Aktiver Widget-Kontext
Proportional
Ansicht 1: Proportional
Proportional zeigt die Fläche als direkte Verteilungslesart ohne viel formale Inszenierung.
Der Modus ist am nächsten an einer flächenhaften Bestandsaufnahme. Er eignet sich gut, wenn du Anteile und Dichte möglichst direkt lesen willst.
Wenn du eher Strukturen oder Cluster sehen willst, bringen die späteren Modi mehr Kontrast.
Wave
Ansicht 2: Wave
Wave bringt mehr Richtung, Verlauf und Textur in dieselben Daten.
Der Modus macht Verteilungen bewegter und hilft, Übergänge eher als Wellenbild zu lesen. Er ist weniger neutral, dafür oft schneller als Muster sichtbar.
Wave ist gut, wenn du nicht nur wissen willst, wie viel da ist, sondern wie es sich als Bild organisiert.
Hybrid
Ansicht 3: Hybrid
Hybrid verbindet proportionale Lesbarkeit mit mehr Kontrast und Bewegungscharakter.
Dieser Modus ist oft der beste Arbeitsmodus, wenn du weder nur Fläche noch nur Wellenform willst. Er eignet sich für ein schnelles Hin-und-Her zwischen Zahlennaehe und Musterblick.
Hybrid ist meist der robusteste Modus für den Alltag, wenn du dich noch nicht auf eine Lesart festlegen willst.
Cluster
Ansicht 4: Cluster
Cluster betont Verdichtungen, Bruchkanten und lokale Dominanz.
Der Modus ist hilfreich, wenn du sehen willst, wo sich etwas stark sammelt oder wo klare Absetzungen entstehen. Er ist weniger neutral, dafür sehr stark für Mustervergleich.
Zusatzregler wie Dichte, Dots und Crisp ändern hier die Lesbarkeit deutlich, ohne die Modelllogik selbst zu verändern.
Coach Explainer
Andreas liest das aktuelle Register und seine Elemente
Der Coach öffnet direkt im aktuellen Register des Widgets. Links siehst du nur die gültigen Register des aktiven Modells, rechts die Elemente dieses Registers und erst danach die jeweilige Erklärung.
Aktiver Parameterkontext
Register 1
Elemente im Register
Lernparameter / D
D: Dauer der Infektiosität
D steht für die mittlere Dauer, in der eine Person infektiös bleibt.
Je größer D wird, desto länger bleibt I mit Druck im System. In vielen vereinfachten Modellen ist gamma grob der Kehrwert von D.
Wenn D steigt, verändert sich nicht nur die Dauer, sondern indirekt auch die Beziehung zwischen R₀, beta und gamma.
Lernparameter / L
L: Latenz oder Expositionsdauer
L beschreibt die Vorlaufphase zwischen Ansteckung und sichtbarer Infektiosität.
L gibt es nur dort, wo das Modell eine E-Phase kennt. In SEIR verschiebt L die Dynamik zeitlich nach hinten, ohne die Grundlogik der Übergänge zu löschen.
Wenn L auftaucht, ist das ein Signal dafür, dass das Modell mehr über Vorlauf als über direkte Sofortübergänge sagen will.
Lernparameter / measures
measures: Kontaktbremse
measures reduziert den effektiven Kontakt, nicht die biologischen Konstanten selbst.
Der Regler wirkt wie eine Eingriffsgröße auf die Übertragungsseite. Das Modell ändert also nicht die Krankheit, sondern die Kontaktlage.
Gerade im Vergleich mehrerer Szenarien ist measures oft der Parameter, der zeigt, wie stark Interventionen den Verlauf von aussen verschieben.
Modellparameter / R₀
R₀: Reproduktionszahl zu Beginn
R₀ beschreibt, wie viele weitere Infektionen ohne Bremse im Mittel aus einem Fall entstehen können.
Im Widget ist R₀ ein anschaulicher Regler. Intern steht er aber in Beziehung zu beta und gamma und ist keine isolierte Zahl ohne Modellstruktur.
Dass R₀ in verschiedenen Modellen vergleichbar wirkt, heißt nicht, dass seine Konsequenz in jedem Modell gleich gelesen werden darf.
Modellparameter / beta
beta: Übertragungsrate
beta beschreibt den Druck, mit dem neue Exposition oder Infektion entstehen kann.
beta ist modellnaher als R₀. Der Wert zeigt, wie stark der Übergang aus S in den nächsten Zustand getrieben wird.
Im Coach ist beta oft dann wichtig, wenn du vom anschaulichen Regler in die eigentliche Gleichung wechseln willst.
Modellparameter / gamma
gamma: Abfluss aus I
gamma beschreibt die Rate, mit der Personen den infektiösen Zustand verlassen.
In vereinfachten Modellen gilt häufig gamma = 1 / D. gamma ist also eher die mathematische Rate, während D die anschauliche Dauer beschreibt.
Wenn du verstehen willst, warum ein Slider wie ein Kehrwert wirkt, bist du bei gamma genau an dieser Übersetzungsstelle.
Modellparameter / sigma
sigma: Abfluss aus E
sigma beschreibt die Rate, mit der exponierte Personen infektiös werden.
sigma ist das modellnahe Gegenstück zu L. Wo L die Dauer anschaulich macht, beschreibt sigma die Übergangsrate aus der E-Phase.
sigma taucht nur in Modellen auf, die überhaupt eine E-Phase besitzen.
Modellparameter / mu
mu: Ausgang in D
mu beschreibt einen eigenen Abfluss aus I in Richtung D.
Der Parameter taucht nur dort auf, wo das Modell Mortalität separat sichtbar machen will. Damit wird aus einer SIR-Lesart eine SIRD-Lesart.
mu ist weniger ein allgemeiner Parameter als ein klares Signal dafür, dass Outcome getrennt gelesen werden soll.
Modellparameter / nu
nu: Impfstrom
nu beschreibt den Übergang in den Impfschutzpfad.
nu ist nur in Modellen mit sichtbarem Impfpfad relevant. Er verschiebt den Druck aus S nicht in I, sondern in V.
Wenn V im Modell sichtbar ist, wird nu schnell zu einem zentralen Hebel für Schutzaufbau und Restwelle.
Simulationsparameter / N
N: Population
N legt die Bezugsbevölkerung der Simulation fest.
N ist keine biologische Eigenschaft, sondern die Skala, auf der das Modell rechnet. Viele Werte wie I0 oder E0 werden erst durch N sinnvoll lesbar.
Ändere N nicht nur optisch, sondern immer zusammen mit der Frage, welche Größen du später als absolute Zahl lesen willst.
Simulationsparameter / E0
E0: initial Exponierte
E0 setzt zu Beginn den Anfangsbestand der Expositionsphase.
E0 ist nur dort sinnvoll, wo das Modell eine E-Phase kennt. Der Regler setzt also einen Startwert in einem verdeckten Vorlaufzustand.
E0 hilft besonders dann, wenn der Verlauf nicht direkt in I starten soll.
Simulationsparameter / I0
I0: initial Infizierte
I0 setzt den infektiösen Anfangsbestand der Simulation.
I0 wirkt direkt auf den Startdruck der Welle. Anders als E0 ist der Start hier sofort in der infektiösen Dynamik sichtbar.
Wenn du nur die Frühdynamik untersuchen willst, ist I0 oft der klarste Starthebel.
Simulationsparameter / V0
V0: initial Geimpfte
V0 setzt den Anfangsbestand des Impfschutzpfads.
V0 ist nur dort vorhanden, wo das Modell V explizit führt. Damit kann die Simulation nicht nur mit einer Welle, sondern mit einem Startschutz beginnen.
V0 ist interessant, wenn Schutz schon vor dem eigentlichen Wellenbeginn mitgedacht werden soll.
Simulationsparameter / T
T: Simulationsdauer
T legt fest, wie lange der Verlauf gerechnet wird.
T ist keine Modellannahme über die Krankheit, sondern eine Entscheidung über den beobachteten Zeithorizont.
Viele Peaks oder Gleichgewichtslagen werden erst sichtbar, wenn T lang genug gesetzt ist.
Simulationsparameter / dt
dt: Schrittweite
dt legt fest, in welchen Zeitschritten die numerische Lösung vorangeht.
Kleineres dt bedeutet feinere numerische Auflösung, aber nicht automatisch bessere Interpretation. Es ist zuerst eine Solver-Einstellung.
dt ist besonders wichtig, wenn du zwischen glatter Lesbarkeit und numerischer Stabilität abwaegen willst.
Basis & Variante 1 / Bevölkerung N
N: Bezugsbevölkerung
N setzt die Bevölkerung, auf die alle Varianten gemeinsam gerechnet werden.
Auch in SEIRDV3 bleibt N die gemeinsame Skala für Startwerte, Anteile und kumulierte Größen.
Basis & Variante 1 / V0 Anteil
V0_share: initialer Schutzanteil
V0_share setzt den Anteil, der zu Beginn bereits im Impfschutzpfad liegt.
Das ist eine Startbedingung für das Gesamtsystem und kein variantspezifischer Parameter.
Basis & Variante 1 / R₀,1
R₀,1: Basis-Reproduktionszahl
R₀,1 beschreibt die Grunddynamik der ersten Variante.
Variante 2 und 3 werden später oft relativ dazu gelesen, nicht als völlig unabhängige Welten.
Basis & Variante 1 / D1
D1: Dauer von Variante 1
D1 setzt die infektiöse Dauer der ersten Variante.
Die relativen Dauern späterer Varianten lesen sich häufig als Abweichung von D1.
Basis & Variante 1 / L1
L1: Latenz von Variante 1
L1 setzt die Vorlaufphase der ersten Variante.
Auch die späteren Varianten leiten ihre relative Latenz oft von diesem Basiswert ab.
Basis & Variante 1 / IFR f1
ifr1: Basis-IFR
ifr1 setzt die Ausgangssterblichkeit der ersten Variante.
Die späteren Varianten können als relative Veränderung dieser Basis gelesen werden.
Basis & Variante 1 / nu
nu: Impfstrom
nu setzt die Geschwindigkeit, mit der Schutz in das Gesamtsystem eingespeist wird.
Der Parameter gehört zur Basis, weil er nicht nur eine Variante, sondern die gesamte Schutzlandschaft prägt.
Basis & Variante 1 / T
T: Simulationsdauer
T legt fest, wie weit du die Variantenstaffel verfolgen willst.
Gerade in SEIRDV3 ist T wichtig, weil spätere Seeds und Waning-Effekte sonst abgeschnitten werden.
Basis & Variante 1 / dt
dt: numerische Schrittweite
dt steuert die zeitliche Auflösung der numerischen Lösung.
Die Schrittweite gehört in die Basisgruppe, weil sie die gesamte Simulation betrifft.
Variante 2 / rR₀_2
rR₀_2: relative R₀-Abweichung
rR₀_2 beschreibt, wie stark sich die Reproduktionszahl einer späteren Variante relativ zur Basis verschiebt.
Der Parameter ist bewusst relativ, damit die Variante als Abweichung und nicht als komplett neues Basismodell gelesen werden kann.
Variante 2 / rD_2
rD_2: relative Dauer
rD_2 skaliert die infektiöse Dauer einer späteren Variante relativ zur Basis.
Damit bleibt die spätere Variante an die Grundstruktur gekoppelt und lässt sich dennoch deutlich verschieben.
Variante 2 / rL_2
rL_2: relative Latenz
rL_2 beschreibt die Latenz einer späteren Variante relativ zur Basis.
Auch hier ist die Lesart relativ: nicht eine neue Welt, sondern eine veränderte Vorlaufzeit.
Variante 2 / rIFR_2
rIFR_2: relative IFR
rIFR_2 verschiebt die Endlichkeit einer späteren Variante relativ zur Basis.
Die Größe ist als relatives Risiko modelliert und nicht als völlig losgelöster Absolutwert.
Variante 2 / t2
t2: Seed-Zeitpunkt
t2 bestimmt, wann eine spätere Variante in die Simulation eintritt.
Der Wert ist zentral für Staffelung und Überlagerung der Wellen.
Variante 2 / iota2
iota2: Seed-Hazard
iota2 beschreibt, mit welchem Druck ein Seed für die spätere Variante gesetzt wird.
Die Größe ist klein, aber wirksam, weil sie den Eintritt der späteren Variante initialisiert.
Variante 2 / dur2
dur2: Seed-Dauer
dur2 legt fest, über wie viele Tage der Seed aktiv bleibt.
Damit wird die Seed-Phase nicht punktuell, sondern über ein kleines Zeitfenster modelliert.
Variante 3 / rR₀_3
rR₀_3: relative R₀-Abweichung
rR₀_3 beschreibt, wie stark sich die Reproduktionszahl einer späteren Variante relativ zur Basis verschiebt.
Der Parameter ist bewusst relativ, damit die Variante als Abweichung und nicht als komplett neues Basismodell gelesen werden kann.
Variante 3 / rD_3
rD_3: relative Dauer
rD_3 skaliert die infektiöse Dauer einer späteren Variante relativ zur Basis.
Damit bleibt die spätere Variante an die Grundstruktur gekoppelt und lässt sich dennoch deutlich verschieben.
Variante 3 / rL_3
rL_3: relative Latenz
rL_3 beschreibt die Latenz einer späteren Variante relativ zur Basis.
Auch hier ist die Lesart relativ: nicht eine neue Welt, sondern eine veränderte Vorlaufzeit.
Variante 3 / rIFR_3
rIFR_3: relative IFR
rIFR_3 verschiebt die Endlichkeit einer späteren Variante relativ zur Basis.
Die Größe ist als relatives Risiko modelliert und nicht als völlig losgelöster Absolutwert.
Variante 3 / t3
t3: Seed-Zeitpunkt
t3 bestimmt, wann eine spätere Variante in die Simulation eintritt.
Der Wert ist zentral für Staffelung und Überlagerung der Wellen.
Variante 3 / iota3
iota3: Seed-Hazard
iota3 beschreibt, mit welchem Druck ein Seed für die spätere Variante gesetzt wird.
Die Größe ist klein, aber wirksam, weil sie den Eintritt der späteren Variante initialisiert.
Variante 3 / dur3
dur3: Seed-Dauer
dur3 legt fest, über wie viele Tage der Seed aktiv bleibt.
Damit wird die Seed-Phase nicht punktuell, sondern über ein kleines Zeitfenster modelliert.
Impfschutz & Waning / eps_base
eps_base: Modellparameter
eps_base gehört zum erweiterten Varianten- und Schutzraum von SEIRDV3.
Dieser Parameter ist Teil der größeren Variantenarchitektur und wird später noch differenzierter eingeordnet.
Impfschutz & Waning / esc2
esc2: Escape
esc2 beschreibt, wie stark bestehender Schutz bei dieser Variante unterlaufen wird.
Escape gehört in die Schutzgruppe, weil es die Wirksamkeit vorhandener Immunität relativiert.
Impfschutz & Waning / esc3
esc3: Escape
esc3 beschreibt, wie stark bestehender Schutz bei dieser Variante unterlaufen wird.
Escape gehört in die Schutzgruppe, weil es die Wirksamkeit vorhandener Immunität relativiert.
Impfschutz & Waning / omegaV
omegaV: Waning
omegaV beschreibt den Schutzverlust über die Zeit.
Waning ist kein Seed- oder Variantenzeitpunkt, sondern eine Erosion vorhandener Immunität.
Impfschutz & Waning / omegaR
omegaR: Waning
omegaR beschreibt den Schutzverlust über die Zeit.
Waning ist kein Seed- oder Variantenzeitpunkt, sondern eine Erosion vorhandener Immunität.
Impfschutz & Waning / measures
measures: Kontaktbremse
measures wirkt auf den effektiven Kontakt im Gesamtsystem.
Auch in SEIRDV3 ändert measures nicht die Variantenbiologie selbst, sondern die Kontaktlage.
Impfschutz & Waning / seasonalityAmp
seasonalityAmp: Amplitude der Saisonalität
Die Amplitude steuert, wie stark saisonale Schwingung auf die Dynamik wirkt.
Sie ist eine globale Modulation, keine variantspezifische Eigenschaft.
Impfschutz & Waning / seasonalityPhase
seasonalityPhase: Phase der Saisonalität
Die Phase verschiebt, wann im Jahresverlauf der saisonale Druck anliegt.
Damit legst du den zeitlichen Offset der saisonalen Modulation fest.
Kreuzschutz / chi12
chi12: Kreuzschutz
chi12 beschreibt, wie stark Schutz zwischen zwei Varianten überträgt.
Der Parameter kodiert strukturelle Kopplung zwischen Varianten und ist deshalb mehr als nur ein Hilfswert.
Kreuzschutz / chi13
chi13: Kreuzschutz
chi13 beschreibt, wie stark Schutz zwischen zwei Varianten überträgt.
Der Parameter kodiert strukturelle Kopplung zwischen Varianten und ist deshalb mehr als nur ein Hilfswert.
Kreuzschutz / chi23
chi23: Kreuzschutz
chi23 beschreibt, wie stark Schutz zwischen zwei Varianten überträgt.
Der Parameter kodiert strukturelle Kopplung zwischen Varianten und ist deshalb mehr als nur ein Hilfswert.
Coach Explainer
Andreas liest die Kern-Gleichung über ihre aktiven Terme
Der Coach öffnet modellabhängig und zeigt nur die Terme, die für das gerade geladene Modell wirklich vorkommen. So wird aus der Gleichung ein lesbarer Elementraum statt einer statischen Formelsammlung.
Aktiver Widget-Kontext
Terme im Widget
beta SI / N
beta SI / N als Infektionsdruck
Dieser Term ist in fast allen Standardmodellen der eigentliche Eingangsdruck in die Dynamik.
Wenn er dominiert, wird sichtbar, dass die Infektionsseite gerade stärker zieht als die Abflüsse. Er ist oft der Ausgangspunkt für den ganzen Widgetblick.
sigma E
sigma E als Übergang aus der E-Phase
sigma E taucht nur dort auf, wo das Modell eine Expositionsphase explizit führt.
Der Term beantwortet die Frage, mit welchem Druck aus verborgener Vorlaufdynamik sichtbare Infektiosität wird.
gamma I
gamma I als Abfluss aus I
gamma I beschreibt den Standardabfluss aus dem infektiösen Zustand.
Er ist der Gegenspieler zum Infektionsdruck und deshalb zentral, wenn du Gleichgewicht, Abflachung oder Rückfluss lesen willst.
mu I
mu I als Outcome-Term
mu I führt einen gesonderten Ausgang nach D in die Dynamik ein.
Der Term ist wissenschaftlich wichtig, weil er zeigt, dass nicht jeder Abfluss aus I als Genesung gelesen wird.
nu S
nu S als Schutzpfad
nu S zeigt, wie stark der Modellzustand S unmittelbar in den Impfschutzpfad verschoben wird.
Dadurch wird im Widget nicht nur Krankheit, sondern auch Intervention als echter Fluss sichtbar.
Rₑff
Rₑff als Einordnungsterm
Rₑff ist hier keine eigene Differentialgleichung, aber eine starke Lesebrücke für den aktuellen Druck.
Andreas nutzt Rₑff als Interpretationshilfe: Der Wert verknüpft die Gleichung mit der Frage, ob das System gerade eher anschiebt oder abbremst.
Coach Explainer
Andreas liest die sichtbaren Formel-Karten modellabhängig
Der Coach zeigt nur die Formel-Karten, die das aktuelle Modell gerade wirklich nutzt. So bleibt die Übersetzung zwischen Slider und Modellterm eng am sichtbaren Kartenraum.
Aktiver Widget-Kontext
Formel-Karten im Widget
D
D als anschauliche Dauer
D ist im Widget die gut lesbare Dauerform einer sonst mathematischen Rate.
Andreas liest D als Brücke zwischen Intuition und Modell: Im Labor schiebst du eine Dauer, im Modell veränderst du damit meist gamma.
R₀
R₀ als Startlesart
R₀ ist hier nicht die ganze Wahrheit, sondern eine gut anschlussfähige Startgröße.
R₀ hilft beim Einstieg, weil es anschlussfähig klingt. Wirklich modellnah wird es aber erst in seiner Verbindung zu beta, gamma und gegebenenfalls mu.
beta
beta als Übertragungsdruck
beta ist näher an der Gleichung als an der anschaulichen Coach-Sprache.
Wenn du vom Regler in die Modellmechanik wechselst, ist beta oft der erste echte Fachterm, der zeigt, wie stark neue Exposition oder Infektion getrieben wird.
gamma
gamma als Abfluss
gamma ist der mathematische Abfluss aus I und hängt eng an D.
Gerade deshalb ist gamma im Coach wichtig, wenn du den Eindruck vom Slider mit der eigentlichen Ratenlogik verknüpfen willst.
sigma
sigma nur mit E-Phase
sigma taucht nur auf, wenn das Modell überhaupt eine Expositionsphase besitzt.
Im SEIR-Kontext ist sigma die Übersetzung von L in eine Rate. Fehlt E, verschwindet auch sigma aus der Widgetlogik.
mu
mu als eigener Outcome-Pfad
mu ist kein Standardterm für jedes Modell, sondern ein Signal für explizite Mortalität.
Sobald mu auftaucht, wird aus einem allgemeinen Genesungsmodell ein Modell mit getrenntem Ausgang nach D.
nu
nu als Impfstrom
nu steht für den sichtbaren Schutzpfad im Modell.
Im SIRV-Kontext verschiebt nu den Druck nicht aus I heraus, sondern setzt einen alternativen Weg aus S in Richtung V.
beta_eff
beta_eff als gebremste Übertragung
beta_eff zeigt, wie der modellnahe Übertragungsdruck durch measures reduziert wird.
Das ist die Stelle, an der Interventionen mathematisch in die Gleichung einsickern, ohne die Krankheit selbst neu zu definieren.
Rₑff(0)
Rₑff(0) als Startdruck
Rₑff(0) liest den effektiven Druck zum Start und verbindet Modell, Bremse und Ausgangszustand.
Der Wert ist stark für den ersten Laborblick: Er zeigt, ob eine Welle am Start eher schiebt, kippt oder schon gebremst ist.
Coach Explainer
Presets werden später keine Wahrheiten, sondern erklärte Szenarien
Typische Erreger- oder Verlaufspresets sollen den Einstieg beschleunigen, aber immer zusammen mit Modellwahl, Annahmen und Grenzen gelesen werden.
Andreas wird hier später nicht nur Parameter voreinstellen, sondern auch den wissenschaftlichen Rahmen mitliefern.
- Jedes Preset sollte das zugehörige Modell nennen.
- Es braucht eine kurze Prämissenbeschreibung, damit der Einstieg nicht wie eine versteckte Wahrheit wirkt.
- Wichtig sind auch Grenzen und Unschärfen, vor allem bei typischen Erregern.
- Didaktisch stark werden Presets dann, wenn sie nicht nur starten, sondern auch Vergleiche zwischen Lesarten ermöglichen.
Ein gutes Preset spart Zeit, ohne Interpretation zu verstecken.